Copenhagen Photo Festival bis zum 01. September 2026
Einsendeschluss: 01. September 2026. Das Copenhagen Photo Festival (CPF) 2027 präsentiert ein künstlerisch und konzeptionell anspruchsvolles Programm, das Kreativität und Experimentierfreude in der Fotografie und der objektivbasierten Kunst (lens-based art) in den Mittelpunkt stellt. Ziel des Festivals ist es, Brücken zwischen der bildenden Kunst und der dokumentarischen Fotografie zu schlagen.
Das Festival findet sowohl im Zentrum von Kopenhagen als auch in kooperierenden Galerien, Museen und Kulturinstitutionen in Kopenhagen sowie im südlichen Schweden statt. Während der gesamten Festivaldauer steht die Fotografie im Mittelpunkt – mit Ausstellungen, Networking-Programmen, Workshops, Vorträgen, einem Fotobuchmarkt und zahlreichen weiteren Veranstaltungen.
Thema 2027 · „Frie hænder | Free Hands“ („Freie Hände“)
Was bedeutet es, freie Hände zu haben – in einer Zeit, in der die Kluft zwischen Arm und Reich, zwischen den Mächtigen und der breiten Bevölkerung, immer größer wird? An manchen Orten gilt Freiheit als selbstverständlich, anderswo muss täglich um sie gekämpft werden.
Technologische Umbrüche, autoritäre Entwicklungen und gewaltsame Konflikte stellen unser Verständnis von Freiheit zunehmend infrage. Gleichzeitig werden wir mit Informationen überflutet und mit mehr Wahlmöglichkeiten konfrontiert als je zuvor, während Technologien immer mehr Aufgaben für uns übernehmen und unseren Alltag automatisieren.
Im Dänischen bedeutet der Ausdruck „frie hænder“, uneingeschränkte Handlungsfreiheit zu besitzen – eigene Entscheidungen treffen und den eigenen Lebensweg selbst gestalten zu können. Historisch betrachtet war diese Freiheit lange Zeit das Privileg weniger und kein allgemeines Menschenrecht. Doch auch im Jahr 2027 steht unsere Handlungsfreiheit weiterhin unter Druck, und demokratische Strukturen befinden sich weltweit auf dem Rückzug. Deshalb haben wir Free Hands als Thema des kommenden Festivals gewählt. Freie Hände zu haben bedeutet, das eigene Leben selbst gestalten und die eigene Meinung ohne Angst vor Zensur oder Bestrafung äußern zu können.
Gleichzeitig verweist Free Hands ganz unmittelbar auf die künstlerische Freiheit: die Freiheit, unzensierte Werke zu schaffen, Weltanschauungen, Werte, Überzeugungen, Gefühle und Träume ohne Einschränkungen auszudrücken. Es bedeutet, neue Wege zu wagen – auch auf die Gefahr hin, sich zu verirren. Zu improvisieren, frei zu skizzieren und den Ausgang des kreativen Prozesses nicht im Voraus zu kennen.
Fotografie war schon immer Ausdruck des menschlichen Blicks und der menschlichen Handschrift. Sie lebt von der Entscheidung, was sichtbar gemacht und was bewusst ausgelassen wird. In einer Zeit, in der Bilder zunehmend automatisch erzeugt werden, gewinnen Fragen nach menschlicher Berührung, Intention und Präsenz mehr Bedeutung denn je. Die Arbeit der Hand ist zutiefst menschlich – sie ist unvollkommen, aber gerade deshalb einzigartig.
Freie Hände sind jedoch nicht nur ein Geschenk. Sie bringen ebenso Zweifel, Verantwortung und Risiken mit sich. Wenn Entscheidungen nicht länger für uns getroffen werden, müssen wir unseren eigenen Weg wählen. Freie Hände eröffnen neue Möglichkeiten – sie können uns aber auch mit dem Abgrund der Freiheit konfrontieren.
Neue Technologien können uns von routinemäßigen Aufgaben entlasten und neue kreative Möglichkeiten eröffnen. Doch was geschieht mit unserem Urteilsvermögen, unseren Händen und unserer Art zu sehen, wenn wir immer mehr Arbeit an Maschinen übertragen? Je stärker Technologien in unsere intimsten Lebensbereiche vordringen, desto bedeutsamer wird der menschliche Einfluss. Wir suchen nach Authentizität, Präsenz und nach dem Menschen hinter dem Bild.
Mit dem Thema Free Hands laden wir Künstlerinnen und Künstler ebenso wie das Publikum dazu ein, sich von alten Mustern zu lösen – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne – und zu erkunden, was freie Hände mit uns als Menschen machen: wenn wir Handlungsfreiheit als selbstverständlich ansehen und wenn wir gezwungen sind, für sie zu kämpfen.
Preise
Mit einer Einzelausstellung beim Copenhagen Photo Festival erhält Ihre Arbeit internationale Sichtbarkeit auf zahlreichen Plattformen und bietet Ihnen die Möglichkeit, Kontakte zu Fachleuten aus Kunst und Fotografie weltweit zu knüpfen.
Für ausgewählte Künstlerinnen und Künstler umfasst die Teilnahme:
eine vom Copenhagen Photo Festival finanzierte Einzelausstellung im Festivalzentrum im Herzen Kopenhagens,
ein Teilnahmehonorar in Höhe von 537 €,
einen Zuschuss von 400 € für Reise- und Unterkunftskosten (für internationale Fotografinnen und Fotografen),
einen Zuschuss von 134 € für Verpflegung und den öffentlichen Nahverkehr vor Ort,
eine dauerhafte Präsentation auf der Website des Copenhagen Photo Festivals.
Webseite: https://site.picter.com/copenhagen-photo-festival-call-for-solo-artists-2027


